Der perfekte Abschluss: Warum professionelle Säume nähen den Unterschied macht
Jedes Nähprojekt, ob ein elegantes Kleidungsstück, eine schicke Gardine oder ein praktisches Accessoire, verdient einen makellosen Abschluss. Ein sauber gearbeiteter Saum ist dabei weit mehr als nur eine Kante; er ist das Aushängeschild Ihrer Arbeit und ein entscheidender Faktor für die Langlebigkeit und das Erscheinungsbild des gesamten Stücks. Er verhindert Ausfransen, gibt dem Stoff den nötigen Fall und verleiht Ihrem Werk eine professionelle Anmutung. Doch welche Saumtechniken gibt es, und wie gelingt es, jeden Saum perfekt auszuführen? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Säume ein und zeigen Ihnen, wie Sie mit den richtigen Methoden und etwas Übung immer einwandfreie Ergebnisse erzielen.
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Grundlagen für makellose Saumtechniken
Bevor wir uns den spezifischen Saumarten widmen, gibt es einige universelle Prinzipien, die Sie beachten sollten, um Ihre Säume stets perfekt zu gestalten. Die Vorbereitung ist hier das A und O.
Stoffvorbereitung und Messen: Präzision ist König
Beginnen Sie immer damit, den Stoff zu waschen und zu bügeln, um ein späteres Einlaufen zu verhindern. Messen Sie den Saum genau aus. Verwenden Sie ein Saumlineal Patchwork oder ein flexibles Maßband, um eine gleichmäßige Breite zu gewährleisten. Markieren Sie die Saumlinie sorgfältig mit Kreide oder einem wasserlöslichen Stift. Denken Sie daran, dass die Saumzugabe je nach Stoffart und gewünschtem Saum variieren kann. Für schwere Stoffe sind breitere Säume oft vorteilhaft, während leichte Stoffe von schmaleren Säumen profitieren.
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Ein entscheidender Schritt, den viele Anfänger überspringen, ist das Bügeln des Saums vor dem Nähen. Das Vorbügeln der Saumzugabe, oft in zwei Schritten (zuerst einmal um die gewünschte Breite, dann noch einmal), schafft eine scharfe Kante und erleichtert das Nähen ungemein. Ein Bügeleisen Dampf mit einer guten Dampffunktion ist hierbei Ihr bester Freund.
Vielfältige Saumtechniken für jeden Stoff
Die Wahl der richtigen Saumtechnik hängt stark vom Material, dem Verwendungszweck und dem gewünschten Endergebnis ab. Hier stellen wir Ihnen einige der wichtigsten Methoden vor, um professionelle Säume nähen zu können.
Der klassische Doppelsteppsaum: Robust und vielseitig
Der Doppelsteppsaum ist wahrscheinlich die am häufigsten verwendete Saumart und eignet sich für die meisten Stoffe, von Baumwolle bis Leinen. Er ist robust, relativ einfach zu nähen und bietet eine saubere Kante. Nach dem Vorbügeln der Saumzugabe wird der Saum zweimal eingeschlagen und dann mit einer Geradstichnaht fixiert. Achten Sie darauf, dass der Abstand zum Rand gleichmäßig ist. Für eine besonders ordentliche Optik können Sie die Kante vor dem zweiten Einschlag versäubern, beispielsweise mit einem Zickzackstich oder einer Overlocknaht. Die Wahl der richtigen Nähmaschinennadeln Universal ist hier entscheidend, um Löcher und unschöne Stiche zu vermeiden.
Der unsichtbare Saum: Eleganz, die sich verbirgt
Wenn Sie einen Saum wünschen, der von außen nahezu unsichtbar ist, dann ist der Blindstichsaum die perfekte Wahl. Diese Saumtechnik wird oft für festliche Kleidung, Vorhänge oder andere Projekte verwendet, bei denen die Naht nicht sichtbar sein soll. Viele Nähmaschinen verfügen über einen speziellen Blindstichfuß und ein entsprechendes Stichprogramm. Dabei wird nur eine winzige Menge des Oberstoffs erfasst, sodass die Naht auf der Vorderseite kaum zu erkennen ist. Übung macht hier den Meister, um die Spannung und Stichbreite optimal einzustellen. Für sehr feine Stoffe kann ein handgenähter Blindstich, der sogenannte Hexenstich, sogar noch diskreter sein.
Der feine Rollsaum: Für zarte Stoffe und Kanten
Der Rollsaum ist ideal für leichte, fließende Stoffe wie Chiffon, Seide oder feine Viskose, aber auch für das Versäubern von Kanten bei Schals oder Tüchern. Dabei wird der Stoffrand sehr schmal, oft nur wenige Millimeter, zweimal eingerollt und dann mit einem Geradstich oder einem kleinen Zickzackstich fixiert. Ein spezieller Rollsaumfuß Nähmaschine erleichtert diese Arbeit erheblich und sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis. Ohne diesen Fuß erfordert der Rollsaum etwas mehr Geschick und Geduld, da der Stoff während des Nähens manuell eingerollt werden muss. Das Ergebnis ist eine sehr feine, elegante Kante, die besonders bei Rundungen schön zur Geltung kommt.
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Der breite Ziersaum: Akzente setzen und Halt geben
Manchmal darf ein Saum auch auffallen und als Designelement dienen. Ein breiter Ziersaum kann einem Kleidungsstück Struktur verleihen oder eine schöne Stoffkante betonen. Hierbei wird der Saum oft nur einmal eingeschlagen und die offene Kante mit einer dekorativen Naht, einer Borte oder einem Schrägband versäubert. Auch das Einfassen mit einem kontrastfarbenen Stoff kann einen spannenden Effekt erzeugen. Diese Art von Saum eignet sich hervorragend für Jacken, Mäntel oder Heimtextilien, wo eine robuste und gleichzeitig ansprechende Kante gewünscht ist. Hier ist es wichtig, die Saumzugabe entsprechend großzügig zu bemessen.
Werkzeuge für perfekte Saumtechniken
Die richtige Ausrüstung kann den Unterschied zwischen Frust und Freude beim Nähen ausmachen. Neben einer guten Nähmaschine sind einige Hilfsmittel unerlässlich, um professionelle Säume nähen zu können.
Ein scharfes Nahttrenner Ergonomisch ist unverzichtbar, falls mal eine Naht korrigiert werden muss. Nadeln in der richtigen Stärke und Art für Ihren Stoff sind ebenso wichtig wie ein gutes Bügeleisen. Spezielle Nähfüße, wie der bereits erwähnte Rollsaumfuß oder ein Blindstichfuß, erleichtern spezifische Saumtechniken enorm. Auch hochwertige Garne, die farblich zum Stoff passen oder bewusst einen Kontrast bilden, tragen zum professionellen Finish bei.
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Häufige Fehler vermeiden und Säume perfektionieren
Selbst erfahrene Näherinnen machen manchmal Fehler. Hier sind einige Tipps, um die gängigsten Fallstricke zu umgehen und Ihre Saumtechniken zu meistern. Ein häufiges Problem ist eine ungleichmäßige Saumbreite. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit zum Messen und Markieren, und bügeln Sie die Saumzugabe vor dem Nähen sorgfältig. Auch verzogene Säume sind ein Ärgernis, besonders bei runden oder schrägen Kanten. Hier kann die Verwendung eines Nahtbandes oder ein leichter Heftstich zur Stabilisierung helfen, bevor Sie den Saum umschlagen. Bei sehr dehnbaren Stoffen ist es oft ratsam, den Saum vor dem Umschlagen leicht zu heften, um ein Verziehen zu verhindern.
Manchmal kommt es zu Stoffwellen entlang der Naht. Dies deutet oft auf eine zu hohe Fadenspannung oder eine ungeeignete Nadel hin. Testen Sie immer an einem Reststück des Stoffes, bevor Sie mit dem eigentlichen Projekt beginnen, und passen Sie die Fadenspannung sowie die Stichlänge entsprechend an. Ein Wechsel der Nadel, beispielsweise zu einer speziellen Jerseynadel für dehnbare Stoffe, kann Wunder wirken. Und vergessen Sie niemals die Macht des Bügeleisens: Ungenügendes Bügeln ist ein häufiger Fehler. Bügeln ist ein integraler Bestandteil des Nähens, nicht nur ein abschließender Schritt. Jeder Saum sollte mehrfach gebügelt werden, um scharfe Kanten zu erhalten und den Stoff dauerhaft zu fixieren.
Fazit: Die Kunst der perfekten Saumtechnik
Egal, ob Sie Anfänger sind oder schon viele Projekte genäht haben – die Beherrschung verschiedener Saumtechniken ist eine Fähigkeit, die jedes Ihrer Nähwerke aufwertet. Nehmen Sie sich die Zeit, die Grundlagen zu lernen, zu experimentieren und Ihre Werkzeuge optimal einzusetzen. Mit Geduld und Übung werden Sie bald in der Lage sein, jeden Saum mit Präzision und Eleganz zu nähen. Der Unterschied liegt oft im Detail, und ein perfekt ausgeführter Saum ist das Detail, das Ihr Projekt von "hausgemacht" zu "handgefertigt mit Liebe zum Detail" erhebt. Viel Freude beim Nähen und Perfektionieren Ihrer Säume!
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Häufig gestellte Fragen
Welche Nähmaschinennadeln eignen sich für professionelle Säume?
Für professionelle Säume ist die Wahl der richtigen Nähmaschinennadel entscheidend, da sie maßgeblich das Stichbild und die Schonung des Stoffes beeinflusst. Grundsätzlich gibt es Universal-Nähmaschinennadeln, die für die meisten gewebten Stoffe geeignet sind. Für spezifische Materialien sind jedoch spezielle Nadeln unerlässlich:
- Für elastische Stoffe wie Jersey oder Stretch verwenden Sie am besten Jersey- oder Stretchnadeln mit einer abgerundeten Spitze, die die Fasern nicht durchsticht, sondern schonend verdrängt, um Löcher und Laufmaschen zu vermeiden.
- Bei robusten Materialien wie Jeans oder Segeltuch sind spezielle Jeansnadeln mit einer verstärkten Schaft und einer scharfen, schlanken Spitze ideal, um das dichte Gewebe mühelos zu durchdringen.
- Für Leder und Kunstleder gibt es Ledernadeln mit einer dreieckigen Spitze, die einen sauberen Schnitt durch das Material erzeugt und verhindert, dass die Nadel stecken bleibt.
Achten Sie auch auf die richtige Nadelstärke: Eine feinere Nadel (z.B. 70 oder 80) für dünne Stoffe und eine stärkere Nadel (z.B. 90 oder 100) für dickere Materialien. Ein Set mit verschiedenen Nadeltypen und -stärken ist eine gute Investition für jedes Nähprojekt. Sie finden eine große Auswahl an passenden Nähmaschinennadeln online.
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Wie wichtig ist das Bügeln beim Nähen von Säumen?
Das Bügeln ist beim Nähen von Säumen absolut unverzichtbar und oft der Schlüssel zu einem wirklich professionellen Ergebnis. Es dient nicht nur dazu, Falten zu entfernen, sondern hat mehrere wichtige Funktionen:
- Präzise Bruchkanten: Durch das Vorbügeln der Saumzugabe erhalten Sie eine saubere, exakte Bruchkante, die sich später leichter und gleichmäßiger nähen lässt. Ungenauigkeiten beim Bügeln führen unweigerlich zu ungleichmäßigen Säumen.
- Fixierung: Das Bügeln fixiert den Stoff in der gewünschten Form, bevor Sie nähen. Dies ist besonders wichtig bei runden oder geschwungenen Säumen, da der Stoff so seine Form besser beibehält.
- Glattes Finish: Nach dem Nähen hilft das Bügeln, die Naht flachzulegen und die Stiche im Stoff zu versenken, was dem Saum ein glattes und professionelles Aussehen verleiht.
- Formstabilität: Bei vielen Stoffen hilft das Bügeln, die Form des Saums zu stabilisieren und ein späteres Verziehen zu verhindern.
Verwenden Sie immer ein geeignetes Dampfbügeleisen oder einen Dampfglätter mit der passenden Temperatur für Ihren Stoff. Ein vorsichtiges Andrücken statt Schieben verhindert das Verziehen des Stoffes.
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Welche speziellen Nähfüße erleichtern das Nähen von Säumen?
Um Säume präzise und effizient zu nähen, gibt es verschiedene Spezialnähfüße, die Ihnen die Arbeit erheblich erleichtern können:
- Rollsaumfuß (oder Saumfuß): Dies ist wohl der bekannteste und nützlichste Nähfuß für Säume. Er besitzt eine kleine Führung, die den Stoff automatisch doppelt umschlägt und ihn dann sauber vernäht. Er ist ideal für feine, leichte Stoffe und erzeugt einen schmalen, eleganten Saum, wie man ihn oft an Schals, Taschentüchern oder Blusen findet. Es gibt ihn in verschiedenen Breiten (z.B. 3mm, 6mm).
- Blindstichfuß: Dieser Fuß hilft Ihnen, einen nahezu unsichtbaren Saum zu nähen. Er verfügt über eine Führungskante, die den Stoff so positioniert, dass die Nadel nur wenige Fasern der Vorderseite erfasst, während der Großteil des Stichs auf der Rückseite des Saums liegt.
- Kantenführungsfuß: Obwohl nicht ausschließlich für Säume gedacht, kann dieser Fuß mit seiner verstellbaren Führungskante sehr hilfreich sein, um eine gleichmäßige Nahtzugabe beim Absteppen eines Saums zu gewährleisten.
Die Verwendung des richtigen Nähfußes kann nicht nur das Ergebnis verbessern, sondern auch viel Zeit und Frustration ersparen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Rollsaum Nähfüße oder andere Spezialfüße mit Ihrer Nähmaschine kompatibel sind.
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Wie messe ich Säume präzise für ein professionelles Ergebnis?
Die Präzision beim Messen der Säume ist der Grundstein für ein professionelles Ergebnis. Ungenaue Messungen führen unweigerlich zu schiefen oder ungleichmäßigen Säumen. Hier sind die Schritte und Werkzeuge, die Sie für eine exakte Messung benötigen:
- Stoff vorbereiten: Stellen Sie sicher, dass der Stoff vor dem Messen und Nähen gewaschen und gebügelt ist, um jegliches Einlaufen zu verhindern.
- Geraden Schnitt: Beginnen Sie mit einer absolut geraden Stoffkante. Verwenden Sie ein großes Nählineal und einen Rollschneider, um eine exakte Kante zu schneiden.
- Saumhöhe festlegen: Bestimmen Sie die gewünschte Saumhöhe. Bei Kleidung ist dies oft von Mode und Fall des Stoffes abhängig, bei Vorhängen von der Länge.
- Handmaß oder Saummaß verwenden: Ein Saummaß ist ein kleines, oft hitzebeständiges Lineal, das speziell zum Messen und Markieren von Saumzugaben entwickelt wurde. Es ermöglicht Ihnen, die Saumhöhe entlang der gesamten Kante präzise zu übertragen.
- Markieren und Bügeln: Markieren Sie die Saumlinie mit Schneiderkreide oder einem Trickmarker. Bügeln Sie die Saumzugabe dann vorsichtig entlang dieser Linie um. Das Bügeln ist hier entscheidend, um eine scharfe, dauerhafte Kante zu schaffen.
Wiederholen Sie den Vorgang für die zweite Saumzugabe, falls Ihr Saum doppelt umgeschlagen wird. Konsistenz ist der Schlüssel: Messen Sie immer wieder nach, um sicherzustellen, dass Ihr Saum überall die gleiche Höhe hat.
Was sind die häufigsten Fehler beim Säumen und wie vermeide ich sie?
Selbst erfahrene Näherinnen und Näher können beim Säumen Fehler machen, aber viele davon lassen sich mit etwas Wissen und Geduld vermeiden. Hier sind die häufigsten Fallstricke und Tipps, wie Sie diese umgehen:
- Ungleichmäßiger Saum: Dies ist der häufigste Fehler und entsteht meist durch ungenaues Messen oder unsauberes Bügeln. Vermeidung: Verwenden Sie immer ein Saummaß oder ein langes Nählineal, um die Saumzugabe exakt zu markieren. Bügeln Sie die Kanten präzise vor, bevor Sie nähen.
- Verziehen des Stoffes: Besonders bei elastischen oder feinen Stoffen kann der Saum wellig werden. Vermeidung: Ziehen Sie nicht am Stoff, während Sie nähen. Nutzen Sie eventuell einen Obertransportfuß oder einen Differenzialtransport bei der Overlock. Passen Sie die Stichlänge und Nadelstärke an den Stoff an.
- Übersprungene Stiche oder Löcher: Dies deutet oft auf die falsche Nähmaschinennadel hin. Vermeidung: Verwenden Sie die passende Nadel für den Stoff (z.B. Jerseynadel für Strickstoffe, Jeansnadel für Denim). Wechseln Sie die Nadel regelmäßig, da stumpfe Nadeln den Stoff beschädigen können.
- Sichtbare Nähte bei Blindstichen: Ein Blindsaum soll möglichst unsichtbar sein. Vermeidung: Stellen Sie Ihre Nähmaschine korrekt auf den Blindstich ein und passen Sie die Stichbreite so an, dass die Nadel nur wenige Fasern des Hauptstoffes erfasst. Üben Sie den Blindstich an einem Probestück.
- Falsche Fadenspannung: Zu hohe oder zu niedrige Fadenspannung kann zu unschönen Nähten führen. Vermeidung: Testen Sie die Fadenspannung immer an einem Reststück des Originalstoffes, bevor Sie mit dem eigentlichen Projekt beginnen.
Geduld und Sorgfalt sind beim Säumen die besten Helfer. Nehmen Sie sich die Zeit für das Vorbereiten und Bügeln, es zahlt sich am Ende aus.
Kann ich auch dicke Stoffe wie Jeans professionell säumen?
Ja, auch dicke und robuste Stoffe wie Jeans lassen sich professionell säumen, erfordern aber ein paar spezielle Techniken und das richtige Equipment. Der Schlüssel liegt darin, Ihre Nähmaschine optimal auf das Material einzustellen und die richtigen Hilfsmittel zu verwenden:
- Spezielle Nähmaschinennadeln: Verwenden Sie unbedingt Jeansnadeln. Diese sind stabiler, haben eine schärfere und schlankere Spitze, die leichter durch das dichte Gewebe dringt, ohne die Nadel zu verbiegen oder zu brechen. Eine Nadelstärke von 90 oder 100 ist hier meist angebracht.
- Starkes Nähgarn: Nutzen Sie ein reißfestes Polyestergarn, das der Beanspruchung des dicken Stoffes standhält. Für Ziernähte gibt es spezielles Jeansgarn, das dicker ist und einen dekorativen Effekt erzeugt.
- Längere Stichlänge: Eine etwas längere Stichlänge (ca. 3-3,5 mm) ist bei dicken Stoffen oft vorteilhafter, da sie das Vernähen erleichtert und ein schöneres Stichbild ergibt.
- Nähfußdruck anpassen: Viele Nähmaschinen erlauben es, den Nähfußdruck zu erhöhen, was bei dicken Stoffen hilfreich sein kann, um einen besseren Stofftransport zu gewährleisten.
- Hilfsmittel für dicke Stellen: Wenn Sie über besonders dicke Stellen nähen müssen (z.B. Seitennähte bei Jeans), legen Sie ein kleines Stück Stoff oder einen Nahtüberbrücker unter den Nähfuß, um ihn waagerecht zu halten. Dies verhindert, dass die Nadel abbricht und die Stiche ungleichmäßig werden.
Nehmen Sie sich Zeit und nähen Sie langsam über die dicken Stellen. Das Ergebnis wird ein haltbarer und professioneller Saum sein.
Welche Vorteile bietet eine magnetische Nahtführung beim Säumen?
Eine magnetische Nahtführung ist ein einfaches, aber äußerst effektives Zubehör, das Ihnen beim Nähen von Säumen (und anderen geraden Nähten) erhebliche Vorteile bietet:
- Gleichmäßige Nahtzugabe: Der größte Vorteil ist die Gewährleistung einer absolut gleichmäßigen Nahtzugabe. Sie befestigen die magnetische Führung einfach auf der Stichplatte Ihrer Nähmaschine im gewünschten Abstand zur Nadel. Der Stoff wird dann beim Nähen an dieser Führung entlanggeführt, was eine präzise und gerade Naht ermöglicht.
- Einfache Handhabung: Die Nahtführung lässt sich schnell und einfach anbringen und wieder entfernen, ohne dass Werkzeuge benötigt werden.
- Vielseitigkeit: Sie ist nicht nur für Säume nützlich, sondern für jede Art von gerader Naht, bei der eine konstante Nahtzugabe wichtig ist – sei es beim Zusammennähen von Stoffteilen, beim Absteppen oder beim Anbringen von Bündchen.
- Reduziert Fehler: Besonders für Anfänger, aber auch für erfahrene Näher, die sich auf andere Aspekte des Nähprojekts konzentrieren möchten, minimiert die Nahtführung das Risiko von schiefen Nähten oder abweichenden Nahtzugaben.
Es ist ein kleines Zubehör mit großer Wirkung, das die Qualität Ihrer Näharbeiten spürbar verbessern kann und Ihnen hilft, professionell aussehende Säume zu erzielen.
Wie entferne ich unsaubere Nähte oder Fehler beim Säumen ohne den Stoff zu beschädigen?
Fehler passieren – das ist beim Nähen völlig normal. Wichtig ist, dass Sie wissen, wie Sie unsaubere Nähte oder Fehler beim Säumen korrigieren können, ohne den Stoff zu beschädigen. Das wichtigste Werkzeug dafür ist der Nahttrenner.
- Der Nahttrenner: Dieses kleine, aber mächtige Werkzeug hat eine scharfe Gabelspitze und eine kleine rote Kugel am längeren Ende. Die Kugel schützt den Stoff davor, durchgeschnitten zu werden, während die scharfe Klinge die Fäden durchtrennt.
- Anwendung des Nahttrenners: Führen Sie die Kugel des Nahttrenners unter einen Stich und drücken Sie vorsichtig nach unten, um den Faden zu durchtrennen. Wiederholen Sie dies alle paar Stiche. Alternativ können Sie die Fäden auf einer Seite der Naht an mehreren Stellen trennen und dann den Stoff vorsichtig auseinanderziehen, wodurch sich die restlichen Fäden leichter lösen. Seien Sie besonders vorsichtig bei feinen oder leicht ausfransenden Stoffen.
- Fäden entfernen: Nachdem die Stiche gelöst sind, entfernen Sie alle losen Fäden sorgfältig. Eine Pinzette kann hierbei hilfreich sein.
- Stoff glätten: Bügeln Sie den Stoff nach dem Trennen der Naht. Dies hilft, die Einstichlöcher der alten Naht zu minimieren und den Stoff wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen, bevor Sie eine neue Naht nähen.
Nehmen Sie sich immer Zeit beim Auftrennen. Schnelligkeit führt hier oft zu Beschädigungen am Stoff, die dann nur schwer oder gar nicht mehr zu beheben sind. Ein guter Nahttrenner mit einem ergonomischen Griff kann die Arbeit erheblich erleichtern.